Verkehr und Bebauung

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Verkehr und Bebauung: Das Chaos überwinden

Hier geht es zum Blog zum Thema Verkehr: Konzepte, Ideen, Diskussionen.

Fakten zum Verkehr

Mittere CO2-Emissionen von Neufahrzeugen in Europa (Eurostat)

Entwicklung der Städte

Bis 2050 werden 66% der Menschen in Städten leben. Was wird das für die Umwelt bedeuten. Dazu ein Video des Science-Magazins.

Was spricht gegen die genannten Informationen und Fakten?

Wenn Du belegbare Informationen hast, die den hier dargestellten widersprechen oder diese ergänzen, sende uns bitte eine E-Mail, möglichst mit entsprechenden Links und Belegen dazu. Wir prüfen Deine Informationen im Rahmen unserer Möglichkeiten und werden sie veröffentlichen, wenn wir die Evidenz nachvollziehen können. 

Ziele für die Entwicklung des Verkehrs

Vorhandene Lösungsansätze für einen umwelt- und sozialverträglichen Verkehr

Die Zukunft heißt Wasserstoff - Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC)

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Während wir hierzulande alles daran setzen, Autos mit Hilfe des knappen Rohstoffs Lithium zu elektrifizieren, steht eine neue Technologie kurz vor dem Durchbruch: Die Möglichkeit, Wasserstoff in einer Flüssigkeit zu speichern - eben den LOHC. Man kann sich das - stark vereinfacht - etwas so vorstellen, wie das Lösen von Kohlendioxid in einer Wasserflasche, nur dass der Wasserstoff erst in Gegenwart eines Katalysators freigesetzt wird. Hier einige weiterführende Links zu dieser Zukunftstechnologie:
Heißt die Lösung für das Treibstoffproblem LOHC? Verbrenner sind umweltschädlich, Hybride eine Zwischenlösung, Elektroautos aber irgendwie auch. Wie werden wir künftig fahren, was treibt unsere Autos an? Die Antwort zu kennen könnte LOHC heißen. Die Erklärung auf Ingeneur.de: "LOHC ist ein flüssiges, organisches Trägermaterial. Es handelt sich um eine Kohlenstoffverbindung auf Erdölbasis (z.B. Dibenzyltoluol). Das LOHC selbst spielt für den Antrieb der Verbrennungsmotoren allerdings gar keine Rolle. Denn die Energie soll nicht durch die emissionslastige Verbrennung von Kohlenstoff wie beim Diesel freigesetzt werden, sondern aus der Verbrennung des darin gebundenen Wasserstoffs. Das LOHC ist als Trägermaterial dennoch unerlässlich, weil es die Transportsicherheit des Wasserstoffs garantiert." ... mittels Elektrolyse wird flüssiges Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. ... Der Wasserstoff wird aufgefangen und chemisch an das LOHC gebunden. Das geschieht mittels Hydrierung in einem Katalysator. Gebunden an LOHC kann Wasserstoff in normalen Umgebungen nicht reagieren und somit sicher transportiert werden. Nur in Gegenwart eines Katalysators gibt es den Wasserstoff per Dehydrierung wieder ab, sodass er sich in Wasserstoffverbrennern z.B. nach dem Ottoprinzip verbrennen lässt.
Erste Projekte sind am Start, so etwa Wasserstoffzüge, die auf nicht elektrifizierten Bahnstrecken eingesetzt werden können.
Führender Anbieter der LOHC-Technologie ist derzeit die Firma Hydrogenious Technologies.

Ideen-Blog für einen umwelt- und sozialverträglichen Verkehr

E-Bikes als Lastenräder

Das gute alte "PureBike" ist und bleibt die umweltfreundlichste Verkehrsalternative, denn Litium-Akkus sind problematisch. Aber entscheidend ist doch, dass man tatsächlich vom Auto umsteigt. Und wem das Fahrrad zu mühsam oder zu langsam ist (vor allem bei Transporten), für den kann ein E-Bike eine Alternative sein. Es macht schließlich auch einen Unterschied, wie groß die Litium Akkus sind. E-Bikes haben da sicher eine bessere Ökobilanz als E-Autos. Vor allem als  E-Lastenrad oder E-Bike mit Lastenanhänger (z.B. von Rolandtout-terrainHinterher, u.a.). Damit lassen sich auch größere Einkäufe problemlos erledigen.
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Speed Pedelecs - mit bis zu 45 km/h unterwegs

E-Bikes müssen nicht langweilig sein: Speed Pedelecs (z.B. Müller & Riese, Stromer, Haibike) fahren bis zu 45 km/h und könnten das Auto in der Stadt weitestgehend ersetzen. Die Vorteile von Speed Pedelecs lassen sich in der Stadt bislang nicht voll ausnutzen, weil der Autoverkehr diesen Spaß sehr riskant macht (und die derzeitigen Fahrradwege für Geschwindigkeiten über 25 km/h i.d.R. nicht ausreichen). Das Auto ist auch hier ein Hindernis für das Ausweichen auf umweltverträglichere Alternativen - aber es macht dennoch Spaß. Man muss sein S-Pedelec auch keineswegs ständig mit 45km/h fahren. Das Problem normaler E-Bikes ist die strikte Begrezung auf bürokratisch-administrative 25 km/h, was die Attraktivität deutlich begrenzt. Mit wenig Anstrengung ist man mit einem Speed Pedelec 35 km/h unterwegs, was schon deutlich flotter ist, als ein normales Fahrrad.
Wichtig ist die Anschaffung guter Regenkleidung, denn es hilft wenig, wenn beim ersten Regentropfen alle Räder im Keller bleiben und wieder das Auto dominiert (empfehlenswert: der Hersteller Vaude orientiert sich an sozial-ökologischen Kriterien). Für die ganz Unerschrockenen gibt es sogar im Winter die Möglichkeit, mit Spike-Reifen zu fahren.

Interessant ist auch die Möglichkeit, sein E-Bike an einem eigenen Sonnenkollektor aufzuladen. Hier bin ich noch am experimentieren... Erfolgsmeldung kommt hoffentlich bald.

All das hat seinen Preis - und ist derzeit sicher nicht für alle finanzierbar. Wenn man dafür aber auf ein eigenes Auto verzichten kann, lohnt sich der Umstieg auf finanziell. Angesichts der hohen Bedeutung des Umstiegs vom Individualauto auf die Vernunft wäre natürlich auch von staatlicher Seite eine stärkere finanzielle Förderung zu wünschen.

Ist der elektrifizierte Individualverkehr die beste Lösung?

Wir haben unser Leben weitgehend dem Primat der Automobilität untergeordnet. Städte ersticken im Verkehr und auch auf dem Land sieht es auf mich besser aus. Was hindert daran, in den Städten Bus und Trambahnnetze auszubauen und Fußgängern und Radfahrern den Vorrang einzuräumen vor parkenden Autos?

Die derzeit favorisierte Idee von Elektromobilität zielt auf einen Erhalt des bisherigen Primat der individuellen Automobilität. Es ist jedoch erstens schlichter Unfug, so zu tun, als ob Elektroautos mit Lithium Akkus Null-Emissions-Autos seien. Lithium ist auf der Erde eine sehr begrenzte Ressource und wird vermutlich nicht ausreichen, um Auto-Elektromobilität in breitem Umfang zu verwirklichen. Möglicherweise ist die derzeitige Lithium-Technologie nur eine Übergangstechnologie wie die ersten „Energiesparlampen“ vor Einführung der LEDs. Neue Technologien sind bereits absehbar, so etwa die Liquid Organic Hydrogen Carriers, eine Methode zur relativ einfachen und sicheren Speicherung von Wasserstoff in einem flüssigen Medium.

Auch Elektroautos verbrauchen bei ihrer Herstellung enorme Ressourcen und bedingen hohen CO2 Ausstoß. Schließlich kommt auch der Strom mit dem diese Autos fahren nicht einfach aus der Steckdose. Das bedeutet: diese Fahrzeuge sind weder in beliebiger Stückzahl herstellbar, noch besonders CO2 sparend.

Unsere Städte und Landschaften ersticken im Individualverkehr. Das gesamte Leben wird durch die Überflutung mit Autos extrem eingeschränkt.

Eine Revolution des Nahverkehrs

Stell Dir eine Stadt ohne Staus vor. Wo jeder zügig an sein Ziel kommt, ohne die Umwelt zu vergiften. Wo man mit Kindern ohne Lebensgefahr mit dem Fahrrad unterwegs sein kann. So könnte es gehen:
  • Der Individualverkehr wird in Städten konsequent auf Trambahn und (Elektro) Busse umgestellt (während der extrem teure U-Bahn-Bau nur dazu dient, auf der Oberfläche den individuellen Autoverkehr zu erhalten). Ein Elektrobussystem mit Hybridantrieb und Oberleitungen lässt sich relativ leicht und schnell realisieren. Wo keine Oberleitungen sind, fährt der Bus via Batterie, die auf den Oberleitungsstrecken wieder aufgeladen wird.
  • Neue Technologien ermöglichen zusätzlich ein selbstfahrendes Kleinbussystem on demand (Holen per Handy-App, Berechnung des optimaleb Fahrwegs für alle Fahrgäste). Diese Systeme sind auch für den ländlichen Raum geeignet.
  • CarSharing-Systeme ergänzen das Verkehrskonzept dort, wo Autos tatsächlich – zum Beispiel für Transporte – erforderlich sind.
  • Auf den Straßen erhalten Fahrradfahrer (Elektrofahrräder) den Vorrang.

Insgesamt wäre ein solches Verkehrssystem wesentlich effektiver (im Endeffekt kommen alle schneller an ihr Ziel), als das heutige Verkehrschaos. Städte könnten auf diese Weise wieder zu Lebensräumen werden.

Das funktioniert natürlich nur, wenn Fahrbahnen und Parkmöglichkeiten für Individualautos drastisch eingeschränkt und zurückgefahren werden. Wichtig erscheint mir an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass Maßnahmen getroffen werden, die verhindern, dass am Schluss nur eine Schicht von Reichen weiterhin Individualverkehr in der Stadt für sich beanspruchen kann. Ein Beispiel: Teure Parkgebühren bevorzugen einseitig die Wohlhabenden, während Parkscheiben eine faire Nutzung von Parkmöglichkeiten steuern können.

Was kann ich selbst für einen ökologisch akzeptablen Verkehr tun?

Checkliste für nachhaltige Mobilität

So kann ich nachhaltige Mobilität fördern Hat das eine echte Wirkung? Könnte ich das tun? Dafür entscheide ich mich!
Nutze Verkehrsmittel in dieser Reihenfolge:
1. Fahrrad,
2. E-Fahrrad,
3. Öffentliche Nahverkehrsmittel, Busse und Bahn,
4. Leihauto und erst wenn es unbedingt sein muss,
5. ein eigenes Auto -
und verzichte, wenn irgend möglich, auf Flugreisen.

Wenn eine Flugreise unvermeidlich ist, nutze die Möglichkeit der CO2-Kompensation via www.atmosfair.de.
Wenn Du ein Auto kaufst, fahre es, solange es geht, weil die Herstellung einen großen Teil des ökologischen Impacts ausmacht. Kaufe ein Auto, das ein gutes Verhältnis von Platzangebot und Gewicht hat. Kaufe möglichst sparsame Hybrid- oder E-Antriebe. Ein SUV mit 400PS E-Antrieb hat nichts mit Ökologie zu tun.
In Deiner Arbeitswelt kannst Du versuchen, Dienstreisen durch Telekonferenzen zu ersetzen, wo immer dies möglich ist, ohne die soziale Dimension der Zusammenarbeit zu vernachlässigen.







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