Armut, Verfolgung, Krieg: Wie können wir helfen?

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Armut, Verfolgung, Krieg:

Fakten zu Armut, Verfolgung, Krieg und Migration

Wie viele Menschen leben in extremer Armut?

Hier ein Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung - Originaltext:

Anzahl der Menschen in extremer Armut.

"Menschen sind von extremer Armut betroffen, wenn sie in Haushalten mit Einkommen von weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag und Kopf leben (also ca. 60 Dollar pro Monat, GM). 1981 galt dies noch für 44 Prozent der Weltbevölkerung bzw. knapp zwei Milliarden Menschen. Ende 2015 war weltweit weniger als jeder Zehnte von extremer Armut betroffen – rund 700 Millionen Menschen. Am stärksten hat die Region Ostasien und Pazifik zu dieser Entwicklung beigetragen: Zwischen 1981 und 2012 sank die Zahl der Menschen in extremer Armut von 1,1 Milliarden auf 147 Millionen. Gleichzeitig fiel der Anteil der Menschen in extremer Armut an der Gesamtbevölkerung von 80,6 auf 7,2 Prozent. Andererseits lebten im subsaharischen Afrika 2012 mehr Menschen in extremer Armut als 1990 (389 gegenüber 288 Mio.), wobei sich der Anteil der Menschen in extremer Armut an der Gesamtbevölkerung von 56,8 auf 42,7 Prozent reduzierte.

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Ursachen für Flucht und situativ erzwungene Auswanderung

Wie die Auslagerung der EU-Außengrenzen Niger politisch und sozial destabilisiert

Landwirtschaft im Senegal: Ein Kampf gegen Wüste und ausländische Investoren

Warum flüchten Menschen aus Nigeria?

Athiopien - Dürre, Hunger, Ernteausfälle

Warum flüchten Menschen aus Somalia?

Weltweite Flüchtlingsströme

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Die Daten der UNO zeigen, dass derzeit 68,5 Millionen Menschen vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen.
Statistik2017
Die Daten der UNO zeigen, dass derzeit 68,5 Millionen Menschen vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen.

Entwicklung

Ausgewählte Fakten

Herkunftsländer

Aufnahmeländer

Länder mit den meisten Binnenvertriebenen

Anzahl Asylanfragen (je Million Einwohner) je EU-Staat bis 2017 (Eurostat)

Ausländeranteil in Deutschland nach Regionen (Destatis)

Migranten in Deutschland - weitere Daten (Destatis)

Infografik Schutzsuchende (Quelle: Destatis): Verfahren bei der Aufnahme und Aufenthaltsentscheidung

Detaillierte Angaben des BAMF über Asylantragszahlen und Integrationsdaten (monatlich aktualisiert)

Leistungen für Asylbewerber (Destatis)

Wie viel Geld erhalten Asylbewerber wirklich?

Der UNO-Flüchtlingshilfe Faktencheck


Blog: Woher kommt die Ablehnung gegen Migranten?

Bevor wir zu den Lösungsansätzen zum Thema Migration kommen, ist es wichtig zu verstehen, was die Ursachen für die Ablehnung gegenüber Migration und Migranten sein können.

Sally Kohn: Was wir gegen die Kultur des Hasses tun können.

Sally Kohn macht uns in Ihrem Vortrag deutlich, wie sehr Hass in uns und in unserer Kultur verwurzelt ist. Sie tut dies an einem sehr persönlichen Beispiel (das mich auf erschreckende Weise an eine ganz ähnliche Situation in meinem eigenen Leben erinnert). Die meisten von uns unterschätzen, wie sehr Hass in der Welt und in uns selbst verbreitet ist.

Aber Kohn zeigt auch - am Beispiel eines ehemaligen Terroristen - dass es möglich ist, den Hass umzuwandeln. Was können wir dafür tun?
  • Der erste Weg ist: Integration verschiedener Kulturen, Schichten, am Besten schon im Kindergarten. Wir müssen für Begegnungen sorgen. Wenn wir einander als individuelle Personen begegnen, wird es unwahrscheinlicher, dass wir einander nur als Gruppen sehen, als "die anderen", die man für weniger wertvoll halten und abwerten kann.
  • Der zweite Weg, ist die Art, wie wir miteinander sprechen. Ich glaube, die Gewaltfreie Kommunikation ist ein sehr guter Ansatz dafür.
Übrigens: Auch diese Webseite ist ja nicht unproblematisch, was den Blick auf und die Einstellung zu "den anderen" angeht. Die anderen, das sind in unserem Fall
  • Politiker, die schlechte oder keine Entscheidungen treffen,
  • Reiche, die alles tun, um den Status quo zu erhalten,
  • AfD-Anhänger, die den Klimawandel leugnen usw. usw.
Umgekehrt werden möglicherweise viele, die sich mit diese Seite beschäftigen und ganz andere Auffassungen vertreten, Ärger und Ablehnung spüren.

Als Autor dieser Texte ist es für mich eine große Herausforderung, nicht auf die Schiene von Abgrenzung und Abwertung zu geraten, sondern eine einladende Haltung zu entwickeln, die offen ist für Dialog. Und wie Du vielleicht merkst, wenn Du die Texte liest - es ist mir noch nicht so richtig gelungen. 

Soziale Ungleichheit als ständige Frustration

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Eine der Hauptursachen für die zunehmende Wut (die sich z.B. im Auftreten der Gelbwesten und der rechten Parteien zeigt) ist zweifellos die ständig zunehmende Ungleichheit. Dieser Faktor ist so wichtig dass ein eigener Abschnitt dieses Webportals dem Thema gewidmet ist.

Auf nationaler Ebene führt die aus Ungleichheit resultierende Wut auf die "arroganten reichen Arschlöcher mit ihrer scheiß Bildung" dazu, dass man "Protestparteien" wählt. (Vgl. dazu das SZ-Interview mit Wilhelm Heitmeyer: "Kein Mensch kann auf Dauer ohne Anerkennung leben") Zumindest im Falle der nationalkonservativen Parteien (insbesondere AfD) erreichen die Protestwähler mit ihrer Wahl genau das Gegenteil, nämlich eine "Konservierung" der herrschenden Verhältnisse - mit weiter zunehmender Ungleichheit. Was für ein Widersinn: Die Wut darüber, sozial nach unten zu rutschen, kehrt sich um auf diejenigen, deren soziale Position noch kritischer ist.

Im nahen Nahen Osten sehen wir, wie sich junge Leute radikalisieren und Gruppen wie der IS einen Zulauf haben, der rational nicht mehr nachvollziehbar ist. Ungleichheit liefert auch hier einen Erklärungsansatz: Wenn ich als junger Mann (in einer patriarchalen Kultur) in einer Situation bin, wo ich vollkommen chancenlos bin, ein totaler Nobody, dann kann ich mit dem Beitritt zum IS plötzlich zum Helden werden. Dann habe ich plötzlich Macht, dann muss man mir zuhören.

Mit dieser Illusion des Heraustretens aus der Bedeutungslosigkeit locken Ideologien, locken terroristische Organisationen, locken radikale Parteien. Letztlich geht es dabei um die Überwindung der narzisstischen Kränkung infolge einer gesellschaftlichen Positionierung "ziemlich weit unten" liegt. 

Fakenews

Wir wollen Falschinformationen nicht wiederholen, denn das ist einer der Wege, wie Unsinn sich dann doch im Kopf festsetzt. Hier machen wir einmal eine Ausnahme.
In Italien grassierten 2018 groteske Fakenews, die tausendemale gesehen und geteilt wurden.
  • Massen von Migranten - waren Besucher eines Pink Floyd Konzerts
  • Roulette spielende Migranten auf See - frei erfunden
Eine Organisation, die sich mit der Aufdeckung von Fakenews befasst hat, ist die Stiftung Neue Verantwortung, ein Think Tank für digitale Technologien, Politik und Gesellschaft.

Ein Brief an die Wütenden

Du bist wütend. Ja. So ist es. Du bist wütend auf andere. Die eigentlich kein Recht haben, hier zu sein und auch noch Unterstützung bekommen. Oder? Ist das wirklich der Grund für Deine Wut? Ich glaube, Dein Ärger und Deine Wut sind ein Instrument, das Dir zeigen kann, was Du wirklich brauchst. Denn wer nicht bekommt, was er wirklich braucht, wird irgendwann ärgerlich und schließlich wütend.
Ein Brief an die Wütenden - weiterlesen...

Ein Brief an die empörten Wohlhabenden

Du empörst Dich über eine Flüchtlingspolitik, die Dir zu liberal erscheint?

Du hast genug Geld, hast studiert, einen anspruchsvollen Beruf? Wie kommt es, dass ausgerechnet Du Dich durch Migration bedroht fühlst?
Ein Brief an die empörten Wohlhabenden - weiterlesen...

Es sind zu viele

Auch wenn die Anzahl extrem armer Menschen in den letzten 30 Jahren deutlich gesunken ist: 389 Millionen Menschen leben in Afrika südlich der Sahara an extremer Armut. Es ist die Weltregion mit dem höchsten Anteil an extrem Armen Menschen. Es ist ganz offensichtlich, dass wir diesen Menschen, auch wenn sie in einer wirklich existentiellen Notlage leben, nicht helfen können, indem wir sie alle in Europa aufnehmen. Gleichzeitig ist klar, dass wohl die meisten dieser Menschen nach Europa gehen würden, wenn sie die Chance dazu hätten. Nicht, weil sie ihre Heimat verlassen wollen, sondern weil sie dort nicht (über)leben können.

Die bisherige Antwort ist: Abschottung. Frontex verstärken. Mauern bauen. Das kann nur dann eine Lösung sein, wenn uns das Schicksal dieser Menschen nichts angeht. Tut es aber. Und zwar nicht nur deshalb, weil in vielen Fällen das Handeln reicher Staaten Mitverursacher der Armut ist (vgl. Krieg im Jemen), sondern einfach deshalb, weil es Menschen sind. Kinder, die genauso liebenswert sind, wie unsere eigenen. Leute, die die gleichen Grundbedürfnisse haben wie wir.

Und dennoch kann das Problem nicht dadurch gelöst werden, dass alle nach Europa kommen (dürfen). Naivität ist keine Lösung. Was fehlt, ist eine wirksame, ernsthafte und spürbare Anstrengung, diesen Menschen zu helfen. Nicht von oben herab, sondern orientiert an ihren Bedürfnissen, ihrer Kultur, ihren Möglichkeiten. Eine Entwicklungshilfe, die vor allem die deutsche Industrie im Auge hat, ist dafür wahrscheinlich nicht geeignet.

Diskriminierung ist tief verwurzelt - der thematische Apperzeptionstest

Die wenigsten Menschen würden von sich sagen: Ja, ich habe Vorurteile. Ja, meine Wahrnehmung ist rassistisch verzerrt. Ja, ich diskriminiereFrauen oder Männer. Wer denkt schon so von sich?

Der sogenannte thematische Apperzeptionstest zeigt, wie tief verwurzelt Vorurteile sind. Der Test unterläuft unsere bewusste Kontrolle und zeigt ganz genau, inwieweit wir eine Gruppe emotional bevorzugen. Probiere es einmal aus.

Als ich (G.M.) diesen Test zum ersten Mal gemacht habe, bin ich erschrocken. Ich hatte keine Ahnung, wie tief verwurzelt meine diskriminierende Bewertung von Wahrnehmungen ist. In gewisser Weise fließt die Diskriminierung schon in die Wahrnehmung ein, so dass die Wahrnehmung selbst schon verzerrt ist, bis sie im Bewusstsein ankommt.

Und das Schlimme: Die Autoren des Test sagen, dass es nicht möglich ist, diese subtilen "inneren" Diskriminierungen einfach wegzubekommen. Das geht nur sehr schwer und braucht vermutlich lange Zeit, weil es so wenig bewusst ist und wir die Wurzeln unserer Wahrnehmungsverzerrungen oft gar nicht kennen und auch nicht mehr ändern können.

Deshalb gibt es auch die Empfehlung, Diskriminierung über bewusst gesetzte soziale Regeln zu verhindern. Wenn wir wissen, wie sehr wir zur Diskriminierung neigen - auch wenn wir das gar nicht wollen - macht es Sinn, dass wir füreinander und miteinander Regeln vereinbaren. Diese Regeln können bewirken, dass unsere blinden Diskriminierungs-Flecken nicht dazu führen, dass Diskriminierung im äußeren Verhalten und in der Gesellschaft tatsächlich geschieht.

Soziale Identität

In Deutschland daheim, in der Welt zuhause? Alte Privilegien und neue Spaltungen (Beitrag für das bpb von Cornelia Koppetsch) - mehr...

Politischer Populismus als Ausdruck von Identitätspolitik? Über einen ökonomischen Ursachenkomplex (Beitrag für das bpb) mehr...

Postnationale Potenziale. Praktiken jenseits der Nation (Beitrag für das bpb) mehr...

Die Sündenbock-Dynamik

Ausgangslage: ungelöste Konflikte und Belastungen, unter denen man leidet und für deren Bewältigung man zu wenig Einflussmöglichkeiten hat.
Psychodynamik: Wunsch nach Entlastung von der daraus resultierenden Angst und Aggression.
Ventil: Man findet eine Person oder Gruppe, den man ungestraft abwerten kann und der sich gegen diese Abwertung nicht wehren kann.
-Geeignet sind Personen oder Gruppen, die fremdes oder sozial abweichendes Verhalten zeigen, denn dann erscheint die Abwertung „vernünftig“ und wird von anderen eher akzeptiert. (Man braucht jemand der schwach ist und sich unangepasst verhält)
-Zusatz“nutzen“: Wenn jemand schlechter ist, als ich selbst – bin ich besser…
Die eigentliche Ursache für die Agression gegenüber den betroffenen Person ist nicht alleine das unangemessene Verhalten der Person (das ist der Auslöser für die Aggression), sondern in erster Linie die eigene Notlage.
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Die Islam-Debatte: (Wovor) müssen wir uns fürchten?

Viele Menschen, die als Asylsuchende nach Europa kommen, gehören dem Islam an.

Man hat mir stark abgeraten, in diesem Webportal irgendetwas zum Thema Islam zu sagen oder überhaupt zum Thema Religion. "Das könnte alles kaputt machen", so die Warnung. An dieser Stelle seien die Menschen unglaublich empfindlich. Ja, diese Sorge teile ich auch, aber es hilft nichts: Das Thema ist da und wir müssen uns damit auseinandersetzen. Vor allem dann, wenn das Thema immer wieder als Vorwand genommen wird, um Menschen auszugrenzen. Ich hoffe, es gelingt mir, mit aufrichtigem Respekt zu schreiben.

Hier geht es zum Blog "Islam-Debatte: (Wovor) müssen wir uns fürchten?". mehr...

Ziele für die Entwicklungs- und Migrationspolitik und für das persönliche Handeln

Armut in allen ihren Formen und überall beenden

Ziel eins der 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige und gerechte Zukunft. Die Agenda 2030.

1.1 Bis 2030 die extreme Armut – gegenwärtig definiert als der Anteil der Menschen, die mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen müssen – für alle Menschen überall auf der Welt beseitigen
1.2 Bis 2030 den Anteil der Männer, Frauen und Kinder jeden Alters, die in Armut in all ihren Dimensionen nach der jeweiligen nationalen Definition leben, mindestens um die Hälfte senken
Armut in allen ihren Formen und überall beenden - UN-Agenda 2030 weiterlesen...

Lösungsansätze zur Überwindung von Armut und Verfolgung

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Lösungsansätze für eine humane Bewältigung der Migration und ihrer Folgen

Verfassung als Integrationsprogramm (Beitrag des bpb)

Ideen-Blog zum Thema Migration

Viele "Diskussionen" dienen nur der Selbst-Legitimierung

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Was sind wirklich die Gründe für bedrohte Existenz?
Und wie wollen wir darauf antworten, dass die Existenz so vieler Menschen bedroht ist?

Was kann ich tun, um Armut zu lindern?

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Was kann ich tun, um Migranten zu unterstützen und wie kann ich zum Gelingen von Integration beitragen?

Reset.org: 6 Plattformen, die es einfach machen, Geflüchteten zu helfen. "Du möchtest dich mit geflüchteten Menschen austauschen und ihnen auf die eine oder andere Weise helfen in Deutschland anzukommen? Der Weg dahin erscheint manchmal komplizierter als er ist: Überall in Deutschland gibt es Organisationen und Projekte, die genau dieses Ziel verfolgen. Rest.org hat Plattformen zusammengetragen, die es dir einfach machen, deinen Teil beizutragen."
Reset.org: Integration durch Jobs – Jobbörsen und Initiativen für Geflüchtete auf einen BlickEinen passenden Job zu finden stellt oftmals eine Herausforderung dar. Um so schwerer ist es für Menschen, die erst vor kurzem in Deutschland angekommen sind und womöglich kein Deutsch sprechen. Neuerdings gibt es eine Reihe an Jobplattformen, die sich speziell an Geflüchtete richten.
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